ChatGPT war eine polarisierende Erfindung, wobei die Reaktionen auf den Chatbot mit künstlicher Intelligenz (KI) zwischen Begeisterung und Angst schwankten. Nun zeigt eine neue Umfrage, dass die Enttäuschung über ChatGPT einen neuen Höhepunkt erreichen könnte.
Laut einer Umfrage des Sicherheitsunternehmens Malwarebytessind 81 % der Befragten besorgt über die Sicherheitsrisiken, die ChatGPT mit sich bringt. Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis und deutet darauf hin, dass die Menschen zunehmend besorgt sind über die schändlichen Taten, zu denen der Chatbot von OpenAI offenbar fähig ist.
Malwarebytes bat seine Newsletter-Abonnenten, auf den Satz „Ich bin besorgt über die möglichen Sicherheitsrisiken, die ChatGPT mit sich bringt“ zu antworten. 81 % stimmten dieser Meinung zu. Darüber hinaus stimmten 51 % der Aussage „ChatGPT und andere KI-Tools werden die Internetsicherheit verbessern“ nicht zu, während nur 7 % zustimmten. Dies deutet darauf hin, dass weitverbreitete Besorgnis über die Auswirkungen von ChatGPT auf die Online-Sicherheit herrscht.
Die Unzufriedenheit mit KI-Chatbots beschränkte sich nicht nur auf Sicherheitsprobleme. Nur 12 % der Befragten stimmten dem Satz „Die von ChatGPT bereitgestellten Informationen sind korrekt“ zu, während 55 % anderer Meinung waren. Ganze 63 % der Befragten vertrauten den Antworten von ChatGPT nicht, und nur 10 % hielten sie für zuverlässig.
Generierung von Malware

Diese Art von Reaktion ist nicht ganz überraschend, wenn man bedenkt, für wie viele aufsehenerregende Vergehen ChatGPT in den letzten Monaten eingesetzt wurde. Wir haben Fälle gesehen, in denen es für alle möglichen fragwürdigen Zwecke eingesetzt wurde, vom Schreiben von Malware bis hin zur Bereitstellung kostenloser Windows 11-Schlüssel für Benutzer.
Im Mai 2023 sprachen wir mit verschiedenen Sicherheitsexperten über die Bedrohungen durch ChatGPT. Laut Martin Zugec, Technical Solutions Director bei Bitdefender, „ist die Qualität des von Chatbots produzierten Malware-Codes tendenziell gering, was ihn für erfahrene Malware-Autoren, die in öffentlichen Code-Repositories bessere Beispiele finden können, zu einer weniger attraktiven Option macht.“
Dennoch hat dies die öffentliche Besorgnis darüber, wofür ChatGPT verwendet werden könnte, nicht gemindert. Es ist klar, dass die Leute besorgt sind, dass selbst unerfahrene Malware-Autoren KI-Chatbots damit beauftragen könnten, sich einen verheerenden Virus oder ein unknackbares Ransomware-Programm auszudenken, auch wenn einige Sicherheitsexperten das für unwahrscheinlich halten.
Pause bei der Entwicklung

Was kann also getan werden? Als Malwarebytes seine Leser fragte, was sie von der Aussage „Die Arbeit an ChatGPT und anderen KI-Tools sollte unterbrochen werden, bis die Regulierungen aufgeholt haben“ hielten, stimmten 52 % zu, während knapp 24 % nicht zustimmten.
Dieser öffentliche Aufruf schließt sich mehreren offenen Briefen prominenter Technologieführer an, die Entwicklung von KI-Chatbots aufgrund ihrer „großen Risiken“ zu pausieren. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Entscheidungsträger darauf aufmerksam werden.
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