Google berechnet Android-Herstellern eine Gebühr für die Nutzung von Apps in Europa

Google schlägt nach einem Sommerurteil, das sie Milliarden gekostet hat, gegen Europa zurück. Das Unternehmen hat nun beschlossen, dass es in Europa Android-Geräteherstellern für die Nutzung ihrer App-Suite in Rechnung stellen wird, was natürlich an den Benutzer weitergegeben wird.

Europa schlägt zuerst zu

Im Januar verhängten die europäischen Regulierungsbehörden eine Geldstrafe in Höhe von 4,34 Milliarden Euro (etwa 5 Milliarden US-Dollar) gegen Google für die unfaire Bündelung ihrer kostenlosen App-Suite mit dem Android-Betriebssystem. Sie hatten das Gefühl, dass dies ihre Konkurrenz verdrängt.

Google stand vor einer Frist, um Änderungen an der Nutzung auf Android-Geräten vorzunehmen. Sie sind nun verpflichtet, die einzelnen Google-Dienste in Europa zu trennen und nicht als ein großes Bündel anzubieten.

Zuvor bot Google das Android-System in Kombination mit allen Google-Apps kostenlos an. Es ermöglichte ihnen, Google auf einer größeren Anzahl von Geräten zu verwenden.

Damit können Gerätehersteller, die das Android-System verwenden, wie Samsung und Huawei, jetzt auswählen, welche Anwendungen sie auf ihren Telefonen und anderen Geräten vorinstallieren möchten. Sie sind nicht mit dem Bündel stecken geblieben.

Die Europäische Kommission überließ es Google, zu entscheiden, wie es dem nachkommen würde. Android ist bereits das weltweit am häufigsten verwendete mobile Betriebssystem und wird auf mehr als achtzig Prozent der Smartphones verwendet.

Da Google die Apps entwickelt, bleibt den Geräteherstellern mehr Spielraum, um gegen Apple und ihr iPhone zu konkurrieren, da sie sich nur um die Erstellung eines Geräts und nicht um ein ganzes Betriebssystem kümmern müssen.

Google Strikes als nächstes

Einige Gerätehersteller hatten sich bei den europäischen Regulierungsbehörden beschwert, dass Google es ihnen unmöglich machte, Geräte zu entwickeln, die nicht von der App-Suite des Unternehmens abhängig waren. Doch nachdem Google angekündigt hat, zurückzuschlagen, werden die Gerätehersteller nun mehr Freiheiten haben.

Google gab bekannt, dass innerhalb der Europäischen Union, werden sie nun den Geräteherstellern die Installation ihrer Apps auf Android-Geräten in Rechnung stellen. Sie verkaufen eine Lizenz für ein Paket, das Google Play, Gmail, YouTube und Maps enthält. Eine weitere Lizenz umfasst die Google-Suche und den Chrome-Browser.

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„Android-Handyhersteller, die Google-Apps vertreiben möchten, können jetzt auch in Europa nicht kompatible oder gespaltene Smartphones und Tablets bauen“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. „Sie können Google Play auch getrennt von der Suche und Chrome lizenzieren, mit der vollen Freiheit, wie bisher konkurrierende Apps zu installieren.“

Google hat keine Zahlen dazu bekannt gegeben, wie sich dies auf die Hersteller auswirkt oder wie viel sie für diese Pläne verlangen werden, aber sie sagten, dass die Lizenzgebühren erforderlich sind, um verlorene Werbeeinnahmen wieder hereinzuholen. Sie werden auch Herstellern, die weiterhin die Google-Suche und Chrome verwenden, Anreize bieten, was diesen Unternehmen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft.

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Außerdem

Die Änderung von Google ist nicht unbedingt in Stein gemeißelt. Sie legen Berufung gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission ein, und das könnte Jahre dauern, bis alles gesagt und getan ist. Und sollte Google schließlich der Sieger sein, könnten sie wieder alles kostenlos bündeln.

Sie sagen wahrscheinlich, dass das alles schön und gut ist, fragen sich aber, wie sich das auf Sie als Verbraucher auswirken wird. Wenn die Gerätehersteller bei den Google-Apps bleiben wollen, müssen sie bezahlen, und diese Kosten werden definitiv an Sie weitergegeben, was bedeutet, dass europäische Androids gerade teurer wurden.

Sie leben nicht in Europa? Vielleicht könnten Androids noch teurer sein. Wäre es für die Gerätehersteller wirklich ratsam, einen Preis in Europa und einen günstigeren für den Rest der Welt anzubieten? Oder werden sie einfach alle ihre Geräte etwas teurer machen. Oder werden sie Google ganz meiden und stattdessen nur Apps von Drittanbietern installieren?

Wie wird es Ihrer Meinung nach ausfallen, dass Google für die Nutzung seiner Apps auf Android Gebühren erhebt, wenn sie in Europa verkauft werden? Teilen Sie uns Ihre Meinung dazu in den Kommentaren unten mit.

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