Der Inkognito-Tab des Browsers Google Chromedas häufig verwendet wird, wenn Benutzer im Internet surfen möchten, ohne dass ihre Aktivitäten im Verlauf aufgezeichnet werden, ist Gegenstand ständiger Zweifel an ihrer Sicherheit.
Google wird wegen der Verfolgung des Surfverhaltens der Nutzer auch in Guia Anônima vor Gericht gestellt – Bild: Funstock/Shutterstock/Reproduktion
Laut Bloomberg hat sogar Googles Marketingleiterin Lorraine Twohill die Privatsphäre, die der Tab bietet, in Frage gestellt.
Ein „wirklich privater“ Inkognito-Tab
In einer E-Mail an Google-CEO Sundar Pichai schlug Lorraine Twohill vor, dass das Unternehmen daran arbeiten sollte, den Anonymous Tab „wirklich privat“ zu machen.
Sie brachte ihre Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck, dass zur Beschreibung der Funktionalitäten der Funktion eine verwirrende Sprache verwendet werden müsse, die ihrer Meinung nach dem Vertrauen der Benutzer schaden könnte.
Milliardärsklage
Google sieht sich derzeit in den USA mit rechtlichen Schritten konfrontiert, da Google beschuldigt wird, das Surfen von Personen im Internet zu verfolgen, auch wenn sie Anonymous Guide verwenden, ohne ihnen diesen Sachverhalt klar zu machen. Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe, die Klage läuft jedoch noch.
Irreführende Information?
Vor Gericht vorgelegte Dokumente verdeutlichen komplizierte Behauptungen von Mitarbeitern gegenüber Google.
Fachleute werfen dem Unternehmen eine mehrdeutige Kommunikation vor, in der der Eindruck erweckt werde, dass das Surfen auf Anonymous Guide nicht nachvollziehbar sei, tatsächlich aber diese Funktion nicht das vermeintliche bietet Sicherheit.
Eine interne Umfrage ergab, dass mehr als die Hälfte der Nutzer (56,3 %) glaubt, dass die Funktion ihre Daten wirklich privat halten könnte.
Google-Positionierung
Google verteidigt sich damit, dass Nutzer bei jeder Aktivierung der Funktion über die Funktionsweise von Anonymous Guide informiert werden.
Auf diese Weise macht der Technologieriese deutlich, dass trotz der Nichtspeicherung des Browserverlaufs und der Cookies die besuchten Websites und der Internetprovider dennoch die Aktivität der Websites verfolgen können Benutzer.
Ein Google-Ingenieur erklärte sogar, dass „wir aufhören müssen, es „Anonym“ zu nennen und kein Spionagesymbol zu verwenden“, da Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass die Leute nicht wissen, wie die Funktion tatsächlich funktioniert.
Derzeit liegen keine Informationen zu möglichen Änderungen der Anonymous Guide-Funktionalität vor.
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