Früher gab es in Windows einen Bildschirmschoner namens „3D Pipes“, der überlappende Rohre auf schwarzem Hintergrund zeichnete. Viele Menschen erinnern sich noch gern daran, und ein neuer Blogbeitrag wirft ein wenig Licht auf seinen Ursprung.
Raymond Chen, ein ehemaliger Microsoft-Ingenieur, hat in seinem Blog einige Details zum 3D Pipes-Bildschirmschoner veröffentlicht. Das Alte Neue. Die Ursprünge des Bildschirmschoners gehen auf die Entwicklung von Windows NT 3.5 zurück, der zweiten Version des Windows NT-Betriebssystems von Microsoft, die 1994 erschien. Eine der neuen Funktionen war die OpenGL-Unterstützung, und der 3D Pipes-Bildschirmschoner war als Demo für die 3D-Funktionen des Betriebssystems gedacht.
Chen sagte: „Einer meiner alten Freunde hat mir erzählt, wie er 3D Pipes in Windows integriert hat. Damals war er im Windows OpenGL-Team. Sie hatten die API erfolgreich mit Hardwarebeschleunigung implementiert, aber nichts, womit sie angeben konnten. Windows NT 3.5 stand kurz vor der Auslieferung mit OpenGL-Unterstützung, aber es gab nichts im Produkt, das den Benutzer darauf hinwies, dass diese Funktion überhaupt existierte. Er musste einen Weg finden, die Funktion zu bewerben, ohne die Produktstabilität zu gefährden.“
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Der Entwickler startete einen Bildschirmschoner-Wettbewerb im Windows OpenGL-Team, bei dem neben 3D Maze, 3D Text und 3D Flying Objects auch 3D Pipes als einer der Beiträge antrat. Das Team sollte eigentlich einen einzigen Gewinner wählen, der in Windows NT 3.5 enthalten sein sollte, aber als ein Mitarbeiter des Marketingteams von Microsoft die Beiträge sah, sagte er: „Sie können die Abstimmung abbrechen. Wir fügen sie alle dem Produkt hinzu!“
3D Pipes war in Windows NT 3.5 enthalten und war auch in der im darauffolgenden Jahr erschienenen Version von Windows 95 enthalten. Es blieb als integrierter Bildschirmschoner bestehen, bis es in Windows Vista entfernt wurde, wurde jedoch in anderen Softwareprojekten, beispielsweise in einer Web-App, neu erstellt.
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Es ist immer noch möglich, 3D Pipes und andere ältere Bildschirmschoner zu verwenden, indem man die Dateien aus einer Windows XP-Installation kopiert, allerdings kann es bei modernen 64-Bit-x86- und ARM-Prozessoren zu Leistungs- oder Kompatibilitätsproblemen kommen. Vielleicht ist die Rückkehr von 3D Pipes genau das, was Windows 11 braucht, um an Popularität zu gewinnen.
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