Es ist heutzutage sehr schwierig, eine CD/DVD-ROM zu finden, daher bevorzugen die meisten Leute ein bootfähiges USB-Laufwerk anstelle eines CD/DVD-Laufwerks, um ein Betriebssystem oder eine Software-Edition zu installieren. Unter Windows gibt es eine Menge Softwareprogramme, mit denen Sie bootfähige USB-Laufwerke erstellen können. Sogar Microsoft hat ein eigenes Tool.
Von allen verfügbaren Tools ist Rufus, eine kostenlose Open-Source-Anwendung, eines der besten. Tatsächlich ist Rufus eines der wenigen notwendigen Tools, die jeder Windows-Benutzer in seinem Softwarekatalog haben sollte.
Die folgenden Schritte zeigen, wie Sie mit Rufus schnell ein bootfähiges Flash-Laufwerk in Windows erstellen können. (Sie können Rufus auch verwenden, um ein USB-Laufwerk in FAT32 zu formatieren, was mit dem normalen Formatierungstool in Windows 10 nicht möglich ist.)
Notiz: In diesem Tutorial wird davon ausgegangen, dass Sie bereits über die ISO-Datei verfügen. Wenn Sie die ISO-Datei nicht haben, können Sie sie von der Entwickler-Website herunterladen. SourceForge ist ein führendes zuverlässiges Repository für solche ISO-Dateien. Stellen Sie außerdem sicher, dass das von Ihnen verwendete USB-Laufwerk mindestens 8 GB groß ist und keine wichtigen Daten enthält.
Verwenden Sie Rufus, um ein bootfähiges USB-Laufwerk zu erstellen
1. Rufus herunterladen falls noch nicht geschehen. Scrollen Sie auf der Seite nach unten, bis Sie die neuesten aktualisierten Links oder ältere Versionen auswählen können. Neben einem regulären Installer gibt es Rufus auch in einer tragbaren Variante. Laden Sie die portable Version herunter, wenn Sie Rufus nicht auf Ihrem System installieren möchten. In diesem Fall habe ich die portable Version heruntergeladen. Nachdem Sie die .exe-Datei heruntergeladen haben, installieren und öffnen Sie Rufus.
Sie erhalten eine Benachrichtigung, in der Sie gefragt werden, ob Sie Rufus erlauben möchten, online nach Updates zu suchen. Klicken Sie auf „Ja“, um fortzufahren.

2. Stecken Sie das USB-Laufwerk ein, und Sie sehen es sofort im oberen Dropdown-Menü. Sobald Sie das Laufwerk sehen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Auswählen“.

3. Suchen Sie im Menü des Durchsuchen-Fensters den Ordner, in dem Sie Ihre ISO-Datei gespeichert haben. Wählen Sie es aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Öffnen“. Da ich in diesem Fall ein bootfähiges USB-Laufwerk mit Linux Lite erstellen wollte, wählte ich die ISO.

4. (Optional) Klicken Sie auf das kleine „Check“-Symbol neben dem Dropdown-Menü „Boot Selection“, um die MD5-, SHA1- und SHA256-Prüfsummen der ISO-Datei zu berechnen und anzuzeigen. Dies wird verwendet, um zu überprüfen, ob die ISO-Datei zuvor manipuliert wurde.

Warten Sie einige Sekunden, bis die Berechnung abgeschlossen ist. Wenn keine roten Flaggen angezeigt werden, bedeutet dies, dass das Betriebssystem/die Softwareversion sicher auf Ihrem PC verwendet werden kann.

5. Wählen Sie „MBR“ aus dem Dropdown-Menü Partitionsschema und „BIOS oder UEFI“ aus dem Dropdown-Menü Zielsystem. Wenn Sie versuchen, dieses bootfähige USB-Laufwerk auf einem alten System zu verwenden, aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Fixes für alte BIOSes hinzufügen“ im Abschnitt „Erweiterte Laufwerkseigenschaften“.

6. (Optional) Ändern Sie den Namen des USB-Laufwerks mithilfe des Felds „Volume Label“. Stellen Sie außerdem sicher, dass unter „Erweiterte Formatoptionen“ das Kontrollkästchen „Schnellformat“ aktiviert ist. Wie der Name schon sagt, formatiert Quick Format das Laufwerk schnell, indem die Überprüfung auf fehlerhafte Sektoren übersprungen wird.

7. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Start“.

8. Abhängig von der ISO-Datei fordert Rufus Sie möglicherweise auf, zusätzliche Dateien herunterzuladen. Um beispielsweise ein bootfähiges Ubuntu-Laufwerk zu erstellen, fordert Rufus Sie auf, die neuere Version von Syslinux herunterzuladen. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Ja“ und Rufus kümmert sich um alles.

9. Wählen Sie in der nächsten Eingabeaufforderung die empfohlene Option „Im ISO-Image-Modus schreiben“ und klicken Sie auf die Schaltfläche „OK“. Möglicherweise wird auch eine Warnung zur Laufwerksformatierung angezeigt – klicken Sie auf die Schaltfläche „OK“.

10. Sobald Sie den Formatierungsvorgang starten, erhalten Sie eine Warnung, dass alle Daten auf dem Gerät zerstört werden. Sie müssen sich keine Sorgen machen, da Sie die Daten später wiederherstellen können. Klicken Sie also auf OK. Wenn Sie das USB-Laufwerk erneut zur Datenspeicherung verwenden möchten, befolgen Sie die Schritte in diesem Tutorial.

11. Sobald Sie auf die Schaltfläche klicken, beginnt Rufus mit der Erstellung des bootfähigen USB-Laufwerks. Abhängig von Ihrem USB-Laufwerk kann es einige Sekunden oder Minuten dauern, bis der Erstellungsprozess abgeschlossen ist.

12. Sobald Sie fertig sind, sehen Sie keine Abschlussmeldung, aber einen Abschlusston, und der Fortschrittsbalken wird vollständig grün.

13. Überprüfen Sie im Datei-Explorer, ob ein neues bootfähiges Laufwerk erstellt wurde.

Wie Sie sehen, ist es ziemlich einfach, mit Rufus ein bootfähiges USB-Laufwerk zu erstellen. Egal wie kompliziert das Betriebssystem/die Software-Edition ist, Rufus wandelt es in ein brauchbares Laufwerk um, sofern auf dem Laufwerk genügend Speicherplatz vorhanden ist. Abgesehen von Rufus gibt es andere Tools wie BalenaEtcher, WinToFLash, UNetbootin und Yumi, die ebenfalls das gleiche Ergebnis liefern.
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