Anti-Speeding-Technologie für neue Autos ist jetzt in Europa obligatorisch: Kommen die USA als nächstes? 1

Anti-Speeding-Technologie für neue Autos ist jetzt in Europa obligatorisch: Kommen die USA als nächstes?

Geschwindigkeitsüberschreitung ist eine der häufigsten Ursachen für Autounfälle – und die daraus resultierenden Todesfälle und Verletzungen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Europäische Union kürzlich eine Verordnung verabschiedet, die eine Anti-Geschwindigkeits-Technologie namens Intelligent Speed ​​Assistance (ISA) für Autos, die auf dem europäischen Markt eingeführt werden, obligatorisch macht. Darüber hinaus wird die Technologie ab 2024 für alle in der EU verkauften Neuwagen obligatorisch sein. Könnten die Vereinigten Staaten als nächstes eine ähnliche Anti-Speeding-Technologie fordern?

Was ist Intelligent Speed ​​Assistance (ISA) und wie funktioniert es?

Intelligent Speed ​​Assistance ist eine neue Anti-Speeding-Technologie, die mit verschiedenen Methoden überprüft, ob ein Fahrer zu schnell fährt. Dazu gehören Kartendaten, die Kamera eines Autos und Deep Learning. Wenn das ISA-System eine Geschwindigkeitsüberschreitung erkennt, kann es den Fahrer auf verschiedene Weise warnen. Das System kann auch die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs reduzieren, um es innerhalb der Geschwindigkeitsbegrenzung zu bringen.

Feedback-Methoden, wenn ein Auto die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreitet, umfassen eine kaskadierte akustische Warnung, eine kaskadierte Vibrationswarnung, eine haptische Rückmeldung durch das Gaspedal und eine Geschwindigkeitsregelfunktion. Bei der Drehzahlregelfunktion reduziert das ISA-System automatisch die Drehzahl.

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Auf den ersten Blick mag das ISA-System invasiv erscheinen. Es gibt jedoch ein paar Dinge zu beachten. Erstens können Autohersteller „frei wählen“, welche Methode die ISA anwendet. Zweitens können Fahrer jede der Maßnahmen außer Kraft setzen, wie von Mashable beschrieben.

Wenn beispielsweise das ISA-System automatisch die Geschwindigkeit eines Autos reduziert, kann der Fahrer beschleunigen, indem er das Gaspedal stärker durchdrückt. Außerdem haben Fahrer die Möglichkeit, das System komplett zu deaktivieren, wenn es lästig wird. Dies kann sich jedoch in Zukunft ändern, da das System weiter verbreitet ist und die EU es überprüft.

Warum hat die EU die Anti-Speeding-Technologie ISA für Neuwagen verbindlich vorgeschrieben?

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Die EU hat die ISA-Anti-Speeding-Technologie für Neuwagen zur Pflicht gemacht, um Verkehrsunfälle und Todesfälle zu reduzieren. Laut Europäischer Kommission „trägt überhöhte Geschwindigkeit zu rund 30 % der tödlichen Unfälle bei.“ Das ISA-System soll „die Anzahl der Unfälle aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitung reduzieren“.

Ein Testprojekt namens PROSPER untersuchte das ISA-System und machte Vorhersagen über seine Wirksamkeit. Es prognostizierte, dass die Umsetzung von ISA „die Zahl der Todesfälle je nach Land um 19 bis 28 % reduzieren könnte“. Diese Schätzung gilt für Autohersteller, die ISA in einem „marktgesteuerten Szenario“ selbst implementieren. Außerdem prognostizierte PROSPER für ein „reguliertes Szenario“, dass die Todesfälle durch zu schnelles Fahren sogar noch weiter reduziert werden könnten – zwischen 26 und 50 %.

Werden die USA Anti-Speeding-Technologie für Neuwagen verbindlich machen?

Blick aus der Kabine eines Mercedes-Benz-Autos, der die ISA-Anti-Speeding-Technologie hervorhebt, die für Neuwagen in der EU obligatorisch ist

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Nach der neuen Verordnung in der EU für das ISA-System darf man sich fragen, ob die USA in Zukunft eine ähnliche Anti-Speeding-Technologie für Neuwagen verpflichtend machen werden. Dies ist zwar möglich, wird aber wahrscheinlich nicht so schnell passieren. Im Allgemeinen neigen die USA bei der Abwägung des „höheren Wohls für die Gesellschaft“ gegenüber den Rechten und Freiheiten des Einzelnen im Vergleich zu Europa (und den meisten anderen Ländern) deutlich stärker zu Letzterem.

Infolgedessen sind die USA im Vergleich zu Europa tendenziell regulierungsresistenter. Das gilt nicht nur für die Automobilindustrie, sondern für viele andere Dinge. Europa hat viel strengere Vorschriften zum Schutz der Umwelt, der Gesundheit der Menschen und der Privatsphäre. Der Widerstand gegen Anti-Speeding-Technologie in den USA könnte sich jedoch ändern, sobald die Menschen die drastische Verringerung der Todesfälle durch das ISA-System sehen – wenn die Vorhersagen zutreffen.

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